#177 – Alles, was wir geben mussten / Sucker Punch

Was wir sehen mussten…

ist diese Woche die Literaturverfilmung Alles, was wir geben mussten, wobei wir das im Gegensatz zu den Meisten um uns herum nicht als große Bürde empfanden. Claudia, Christoph, Martin und Stefan diskutieren sehr kontrovers den künstlerischen Anspruch von Film und Buch. Wegen der hohen Spoilergefahr haben wir die Besprechung in zwei Teile untergliedert, beginnend mit dem ungefährlichen allgemeineren Teil, gefolgt von der spoilernden und Hintergründe beleuchtenden Analyse bis zur Minute 39:00. Wir sagen in der Folge Bescheid, wenn ihr vorspulen solltet, also erstmal in Ruhe rein hören. Ihr könnt Euch also, anders als mit den den meisten anderen Besprechungen dieses Films, schonmal ein Bild von unseren Meinungen machen, ohne Angst haben zu müssen, daß wir Euch die Überraschungen kaputtmachen. Wenn Ihr aufgrunddessen entscheidet, daß Ihr den Film eh nicht schauen wollt, hört Ihr einfach weiter. Falls doch, überspringt Ihr den oben genannten Teil, um ihn später nachzuholen.
Was Ihr auf keinen Fall machen solltet, ist, den Podcast kurz vor dem Spoilerteil einfach auszuschalten, denn dann würdet Ihr eine Vielzahl interessanter Themen verpassen. Unsere persönliche Englischlehrerin Claudia schwärmt mit Christoph endlich ausführlicher von True Grit*. Bei Zack Snyder’s Sucker Punch* sind sie sich nicht ganz so einig, widersprechen aber insgesamt der üblichen Kritik. Ihrem Jubelschwester-Image alle Ehre machend feiert Claudia dann noch Ohne Limit* mit Bradley Cooper und gemeinsam bereiten wir uns mit The King’s Speech* und The Queen* auf die bevorstehende Hochzeit vor.

Claudias Buchempfehlungen von Kazuo Ishiguro sind:

Oder am besten gleich im englischen Original:

(* Affiliate Links)

Alles, was wir geben mussten:

  • dt. Filmstart: 14. April 2011
  • Länge: 103 min
  • Genre: Drama, Romanze
  • Regisseur: Mark Romanek
  • Drehbuch: Kazuo Ishiguro (Roman), Alex Garland (Drehbuch)
  • Schauspieler: Carey Mulligan, Andrew Garfield, Keira Knightley, Izzy Meikle-Small, Charlie Rowe, Ella Purnell
  • Sneak am: 13. April 2011

Punkte Alles, was wir geben mussten:

Christoph: 6/10
Claudia: 8/10
Martin: 8,5/10
Robert: 8,5/10
Stefan: 9/10

Zum Oster-Such-Gewinnspiel von Sneakfilm.de geht’s dann bitte einmal hier entlang: Fortsetzung folgt.

In dieser Episode mit:

21 Gedanken zu „#177 – Alles, was wir geben mussten / Sucker Punch

  1. Penisgesicht

    Grandioser Podcast. Und ich hoffe, mein Lob für die ganzen letzten Ausgaben wirkt nicht inflationär.

    Wieder tolle Diskussionen und gerade im Gegensatz zu den letzten Sneakfilmen gabs ja mal wieder ordentlich Diskussionsmaterial, was mich sehr gefreut hat.

    Zum Film kann und möcht ich aus Spoilergründen auch nicht viel sagen, aber ich kenne die Geschichte und muss sagen, dass ich die dargestellte Dystopie garnicht sooo abwegig finde. Und ich finde es auch nicht unangebracht, wenn ein Film mal (politisch) Stellung bezieht und sich für eine Seite bekennt – es muss nicht immer neutral sein.

    Und du Claudia… du bist toll. Du hast mir wieder mit deinem Nerdwissen eine Steilvorlage geliefert, Evangelion zu erwähnen 8)

    Der vom selben Regisseur gedrehte und von euch erwähnte “One hour photo” zeigt nämlich eine Eva-Einheit. Sy gibt dem jungen im Film eine Spielzeugfigur. Und die ist sogar aus Robin Williams Privatsammlung, weil er grosser Fan der Serie ist. Und ich hab die Figur auch in 2 Ausführungen :P

    Und zu Danny Boyle. Ich mag respektive liebe seine ganzen Filme. Sunshine ist wirklich eine grossartiger Film und alleine durch den Soundtrack schon Gold wert.

    Irgendwas hab ich bestimmt noch vergessen, was ich sagen wollte, aber naja. Das wars erstmal :)

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  2. Penisgesicht

    An Christoph und überhaupt alle Spieler da draussen: Portal 2 kaufen! Sofort! Hab gestern abend mal reingespielt und es ist so wahnsinnig witzig.

    Geht sogar PS3 gegen beziehungsweise mit PC im Coop :)

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  3. Penisgesicht

    Ich versteh die Frage nicht :D Das Spiel gibts auch auf der PS3. Und man kann es im Coop spielen. Also zusammen, nicht gegeneinander. Und auch auch mit einem PC-Spieler :)

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  4. Phuturist

    Er fragt ob es auch einen Nichtmultiplayermodus gibt, mit Story und allem, und ja, der existiert und er ist grandios.

    Vielleicht vorher Portal 1 für den Pc kaufen, falls ein brauchbarer Pc existiert, ich glaube das kostet nur noch 5 € oder so, oder auch gar nichts mehr. Gibt es über Steam.

    Achja. Sehr guter Podcast. Sehr guter Film. Wobei ich sagen muss, dass mich bei dem Film eigentlich nicht die Frage beschäftigt hat, wie moralisch es ist das zu tun was ihr im Spoilerteil besprochen habt, vielmehr dachte ich nach dem Film darüber nach was einen Mensch zu einem Menschen macht. Ich bin mir nicht sicher das bei dem Spoilerthema die Aussage des Films ist, und schon gar keine Politische. Für mich war es eher ein Gedankenexperiment. Aber vermutlich sollte ich das Buch lesen bevor ich da qualifiziert Kommentieren kann.

    Btw mein Name ist unnamig da es einen Christoph zu viel in der Stadt gibt.

    Aber euch: Weiter so!

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  5. Penisgesicht

    Ja Coop ist auch Multiplayer, aber man spielt es ja auch nur zu zweit miteinander und kein Deathmatch mit 20 Leuten oder so :>

    Und ja, ich spiel zurzeit auch noch die Solokampagne durch und lach mich alle 2 Minuten krumm. Grossartiges und intelligentes Spiel :)

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  6. Willems

    Bezüglich True Grit und Sucker Punch habt ihr mir wieder etwas mehr Lust gemacht, da muss ich echt schauen, dass ich die so schnell wie möglich geschaut bekomme.

    @Christoph: War dir das Glockengeläut in meinem Audiokommentar protestantisch genug? Es sind zwar keine Kirchenglocken, dennoch gehört die Glocke irgendwie der evangelischen Kirche. ;-)

    @Alle: Wenn ihr alle so schön fleißig Willipedia liest, was mich total freut, warum kommentiert ihr nicht? Und Christoph, was ist dem Kinderstar-Quiz? Hast du aufgegeben? Aber dennoch danke für die tolle Werbung die ihr für meinen Blog macht. :-)

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  7. bullion

    Jetzt aber mal langsam, es gibt fei auch Frangn Franken die hochdeutsch sprechen!

    Eure Filmbesprechungen fand ich (den o.g. Fauxpas einmal ausgenommen) wieder einmal sehr erhellend. Besonders euer Sneakfilm klingt interessant, aber ihr habt ja mal wieder ohne Vorwarnung gespoilert… ;)

    Zum Thema Zack Snyder habe ich mir neulich ja erst seinen wenig beachteten “Die Legende der Wächter” angeschaut und war positiv überrascht. Wer also wissen will, wie “300″ mit Eulen ausgesehen hätte, sollte mal reinschauen.

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  8. Bene XVI.

    @Willems: Glocken protestantisch? Zu dem Thema empfehle ich Dir Lars von Triers Breaking the Waves :)

    Bei dem Quiz schaue ich hin und wieder rein und stelle dann fest, daß ich zwar mindestens die drei letzten erraten hätte, aber beim aktuellen mir nichts einfällt. So auch diesmal – bestimmt irgendsoein unwichtiger Fußballspieler…

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  9. claudia

    Ojeoje, dann mal von oben:

    @Stefan PG: Danke. Dein Lob erscheint inflationär, ist aber in Wirklichkeit angemessen ;)
    @Phuturist: Deine Meinung zum Film ist auch qualifiziert, ohne dass Du das Buch gelesen hast. Soooo groß sind die Unterschiede (wie im Podcast erwähnt) sowieso nicht, wenn man mal von der sprachlichen Schönheit der Buchvorlage absieht. Stimme Deiner Anmerkung zum Spoilerthema zu. Unsere Diskussion ist da z.T. vielleicht bisschen “in die falsche Richtung ausgeufert”…
    @Willems: hast recht, werde in Zukunft auf Willipedia auch kommentieren
    @bullion: Eulen mit Sixpack? ;)
    @lieber Bruder: Du willst doch nicht im Ernst irgendjemandem “Breaking the Waves” empfehlen… Nur für ein paar Glocken ein Leben lang traumatisiert sein. Ich weiß nicht…

    In der Montagssneak gab’s “Four Lions”. Habe ein bisschen Angst für heute Abend…

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  10. Willems

    @Christoph: Ja, bei meinem Audiokommentar war Glockengeläut im Hintergrund zu hören. Den aktuellen kennst du mit Sicherheit nicht, auch wenn die Tendenz schon richtig ist, abgesehen von dem unwichtig. ;-)
    @Claudia: Brav! :-)

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  11. claudia

    Oh, dann müssen wir uns reinhängen. Wenn’s ein Fußballspieler ist, dann sind Christoph und ich ja zum Sieg prädestiniert…

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  12. Penisgesicht

    Ich war gerade einmal so frei und bin der These (?) nachgegangen, dass Frauen Sucker Punch wohl besser finden als Männer.

    Als Basis hab ich jedoch nur die 182 gelisteten Kritiken von rottentomatoes genommen.

    Ohne Geschlechtertrennung kommt man da auf ein Verhältnis von 22 zu 78 Prozent, die ihn mögen beziehungsweise nicht mögen.

    Dabei finden ihn nur 20% der Männer gut, die Frauen bringen es immerhin auf 31%.

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  13. claudia

    Ich meinte nicht, dass Frauen den Film grundsätzlich besser finden, sondern dass sie ihn anders wahrnehmen, z.B. andere Dinge für sie herausstechen und sie sich potentiell an anderen Dingen stoßen könnten.

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  14. Penisgesicht

    Naja, in der Diskussion kam es halt so rüber, dass Frauen ihn wohl besser finden (“gebt mir ein Schwert!”) als Männer. Besteht da nicht ein direkter Zusammenhang mit der Wahrnehmung?

    Ich find das ja ziemlich interessant. Actionfilme gelten ja oft als “Männerfilme” und Sachen wie zum Beispiel “Sex and the City” sind ja primär auf die Frauenwelt ausgerichtet.

    Ist Sucker Punch, aufgrund der anderen Wahrnehmung von Frauen, dann nicht eher ein Frauenfilm? Zumindest potenziell, weil “ihr” euch halt nur vielleicht an anderen Gesichtspunkten stört als “wir”.

    Aber sehen will ich ihn nun glaub ich trotzdem mal :)

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  15. claudia

    Wenn, dann ist Sucker Punch aus bestimmten Gründen ein Frauenfilm und aus anderen ein Männerfilm. Also letztendlich keins von beiden ;)

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  16. Dein Freund Bob

    Verstehe ehrlich nicht, wie man Sucker Punch sexistisch finden kann. Gerade hier hätte man doch das Potential gehabt, total auf sexy und so zu gehen, aber die Chance wurde doch fast gar nicht genutzt. Ihr (Christoph?) habt es schon richtig erwähnt, Snyder hat es geschafft, die Frauen oft freizügig zu zeigen, dabei wurds aber nie “heiß”. Finde Sucker Punch übrigens zwiespältig mit Tendenz zu gut, da mir die Actionszenen sehr gefallen haben, die Anstalt- bzw. Tanzclubszenen teilweise aber eine mittlere Katastrophe an Schauspielkunst und Dialogregie waren.

    Wie ihr “Alles, was wir geben mussten” besprochen habt, hat mir den Film doch sehr interessant gemacht. Da ich vorher schon wusste, in welche Richtung es gehen wird, hab ich mir noch die erste Minute vom Spoilertalk angehört und ohne dieses Wissen um die Thematik hätte ich mich wohl nie für den Film interessiert. Einer der seltenen Fälle, wo ein Spoiler auch mal hilfreich sein kann. Macht das übrigens gerne öfter so, mit abgegrenztem Spoilerteil, wenn ihr euch nicht auf spoilerfreien Plausch beschränken wollt. Hab mich auch sehr über die Zeitangabe zum Spulen gefreut und dass diese im Text auch auf dem iPod gestanden ist :)

    Und vielleicht nehme ich “Was vom Tage übrig blieb” mal als Buchtipp an. Lese meistens eher wenig anspruchsvolle Horror- und Thriller-Sachen, ein bisschen Abwechslung kann ja mal nicht schaden ;)

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  17. Steffen

    Erst mal frohe Ostern an die Sneakpod Crew und alle Hörer!

    Ich habe es heute Vormittag geschafft, euren letzten Podcast zu Ende zu hören. Hat wie immer viel Spaß gemacht und ein paar der rezensierten Filme muss ich mir wohl auch noch anschauen. Und herzlichen Glückwunsch an Claudia zur Aufnahme in die Stammbesetzung. Wurde ja auch mal Zeit. ;)

    Für mich aber etwas zu gut bewertet kam bei euch Sucker Punch weg. Vom Trailer hatte ich mir damals doch etwas mehr erwartet. Habe lange keinen Film mehr gesehen, wo ich so wenig mit den Protagonisten mitgefiebert habe, wie hier. Auch fand ich die Optik lange nicht so gut, wie z.B. noch bei Watchmen. Diese wurde meiner Meinung nach sogar von “Tanz” zu “Tanz” immer schlechter. Alles in allem würde ich diesen Film jedenfalls nicht unbedingt weiterempfehlen.

    VG
    Steffen

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  18. claudia

    Steffen, ich bin ehrlich gesagt auch schon unsicher, ob ich Sucker Punch vielleicht etwas zu positiv bewertet habe. Da stand ich noch unter dem unmittelbaren Einfluss des Auf-in-die-Schlacht-Gefühls. Jetzt, wo das weg ist, erscheint der Film in meiner Erinnerung (paradoxerweise) noch etwas “farbloser”.

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