#271 – How I Spent My Summer Vacation / Django Unchained

Is this a film podcast or the world’s shittiest cooking show?

Django Unchained

Der Sneakpod hat mal wieder die Sneak geschwänzt und deshalb Lasse Hallströms Der Hypnotiseur verpasst. Dafür hat Claudia Mel Gibson in Get the Gringo aka How I Spent My Summer Vacation getroffen und mit ihm El Pueblito – “a prison or the world’s shittiest mall” – besucht. Bob dagegen kennt jetzt nicht nur Tarantinos Django Unchained, sondern auch die noble Frankfurter Astor Film Lounge. Weiterhin reiten wir mit Gerard Butler in Mavericks auf der Riesenwelle und besprechen den Film The Box. Und wer nach wie vor kein Fan der Graham Norton Show ist, rechtfertige sich hierfür bitte in den Kommentaren.

How I Spent My Summer Vacation / Get the Gringo:

  • dt. Filmstart: 28. Februar 2013
  • Länge: 96 min
  • Genre: Gefängnis-Action-Quatsch
  • Regie: Adrian Grunberg
  • Darsteller: Mel Gibson, Kevin Hernandez
  • OV-Sneak am: 28. Januar 2013

Punkte:

Claudia: 4/10
Martin: -/10
Robert: -/10

Django Unchained:

  • dt. Filmstart: 17. Januar 2013
  • Länge: 165 min
  • Genre: Abenteuerfilm, “Southern”, Melodram
  • Regie: Quentin Tarantino
  • Darsteller: Christoph Waltz, Jamie Foxx, Leonardo di Caprio

Punkte:

Claudia: -/10
Martin: -/10
Robert: 9/10

In dieser Episode mit:
Links in diesem Artikel sind zum Teil Affiliate-Links. Durch die Verwendung dieser könnt Ihr den Sneakpod unterstützen.

15 Gedanken zu „#271 – How I Spent My Summer Vacation / Django Unchained

  1. Pingback: Vorhersage Dienstag, 05.02.2013 | die Hörsuppe

  2. Manuel

    Ich stimme Roberts Meinung in jedem Punkt zu 100% zu.
    Die Szene mit dem “Filmriss” hat mich ein wenig verwirrt. Insgesamt fand ich die erste Hälfte aber wesentlich stärker als die zweite.

    Antworten
  3. Kuh

    Also “How I Spent My Summer Vacation” ist ja schonmal ein ganz ganz heisser Anwärter auf den dämlichsten Titel des Jahres. Wie zum Teufel kommt man auf so einen Scheiss? Warum lässt man es nicht bei Get the Gringo?! Meine Güte…

    The Box fand ich auch sehr… merkwürdig. Donnie Darko fällt für mich in die Kategorie accidental masterpiece, sein Southland Tales war ja auch schon extrem verschwurbelt.

    Zu Django wollt ich aber auch was sagen. Ich frag mich dabei wirklich, wie man da auf Sexismus kommt. Für mich wird im Film absolut kein Frauenbild vermittelt, sondern einfach ganz neutral etwas dargestellt. Und nur weil da vielleicht eine Frau ein wenig doof ist, macht das ja noch nicht gleich was. Da könnte ich Prometheus genauso Sexismus vorwerfen, weil da manche Frau (genau wie die Männer) nicht immer die klügste Entscheidung fällt.

    Was ich aber für richtigen Unsinn halte, ist der Rassismusvorwurf. Wenn der Film zum Thema Stellung nimmt, dann ist das ganz klar gegen den Rassismus. Die Sklaventhematik geht Tarantino mit richtigem Feingefühl an und da wird auch nichts als “toll” hingestellt. Robert meinte ja auch richtig, dass die Szene in der der eine Schwarze von Hunden zerrissen wird, keine explizite Gewalt zeigt und eher ein unangenehmes Gefühl in der Magengegend hinterlässt.

    Die extreme Blutmenge ist ja nur beim Ableben der bösen Buben zu sehen, bei der die Schiessereien ja so überdreht zelebriert werden, dass es einfach nur Spass macht. Mag primitiv sein, ist aber sehr wirkungsvoll. King Schultz ist ja zum Teil auch der Held des Films und offenbart ja auch unmissverständlich, dass er von der Sklaverei nichts hält. Und spätestens wenn sich Tarantino über die Vorläufer vom Ku-Klux-Klan mal so richtig lustig macht, sollte doch wirklich jeder merken, welche Wirkung der Film erzielen soll. Verspottung von Rassismus ist doch nunmal eine starke Waffe, um dagegen vorzugehen.

    Und nur weil im Film knapp 200 mal Nigger gesagt wird, ist das doch nichts schlimmes. Wenn sich da ein Spike Lee (den ich für 25th hour eigentlich sehr schätze) drüber aufregt, find ich das ziemlich arm von ihm, weil er Schwarzen damit doch eine Sonderstellung einräumt. Und damit trennt er doch wieder die Menschen nach der Hautfarbe – was ist das, wenn nicht Rassismus?

    Antworten
  4. PhiNeX

    Ich hoffe sehr, dass dieser Film heute nicht in Gera kommt. Hoffe ja auf Stirb Langsam, bezweifle aber das der kommt. Falls ihr Lust habt könnt Ihr gern beim Gewinnspiel auf Film-Gera.de mitmachen und mal einen Hinweis darauf geben denn bisher war da noch nicht so viel los und es muss sich auch erst mal herumsprechen. Macht weiter so, es ist jede Woche wieder schön euch zu hören, vor allem wenn wir den selben Film hatten ist es immer interessant, was ihr dazu meint. Höre gerade auch eure alten Folgen durch, hattet schon echt tolle Filme dabei.

    Antworten
  5. PhiNeX

    Hatten gestern den Film auch in Gera, kann euch da nur zustimmen, mehr als 4 von 10 hat er wirklich nicht verdient. Hat viel zu lang gebraucht bis irgendwas in dem Gefängnis passiert und das war brutal und schnell auch wieder vorbei. Besonders genervt hat aber die Off Stimme von Mel Gibson, die irgendwie alles erklären musste, weil ja einfach nichts passiert ist.

    Bei Django bin ich auch eurer Meinung, das einzige was mich gestört hat, ist die Überlänge. Bin etwas erschrocken über die Diskussion über Rassismus und Sklavenhandel. Ich finde er hat die Rassisten als schlechte Menschen dargestellt, weiß nicht ob da jemand raus geht und meint Sklaven sind was schönes.
    Ich glaube sowieso dass Sie das nur aufregt, weil Amerikaner als schlechte Menschen dargestellt werden. Genauso wie bei der Diskussion um Zero Dark Thirty mit der Folterung, jeder weiß das dort so gearbeitet wurde, aber wenn ein Film raus kommt, der das zeigt, regen sie sich auf. Ich glaub das liegt am Stolz der Amerikaner, die in ihren Augen keine Fehler machen, immer die Guten sind und das wollen sie im Kino auch sehen.

    Antworten
  6. claudia

    Ich habe den Film ja noch nicht gesehen, kann deshalb selbst noch kein Urteil fällen. Aber ich bin nicht der Meinung, dass man diese Art von Frage so schwarz-weiß beantworten kann: Im Film tun böse Menschen böse Dinge (und gute Menschen bestrafen sie dafür) und deshalb ist der Film kritisch gegenüber den gezeigten Dingen. Wenn die bösen Dinge entsprechend in Szene gesetzt werden und in dieser Darstellung eben irgendwie eine gewisse “Coolness” erlangen, dann kann man dem Film trotzdem vorwerfen, dass er insgesamt eine gewissen Mehrdeutigkeit ausdrückt. Und gegen so was können dann auch Leute sein, die zu einem differenzierten Urteil durchaus fähig sind und nicht einfach nur engstirnige Nationalisten. Ich wiederhole: Das ist jetzt allgemein gesprochen und NICHT auf Django bezogen, da ich den ja wie gesagt noch nicht gesehen habe.

    Antworten
  7. Phuturist

    Hmm zu Django und dem Rassismus. Die Vorwürfe sind absurd.

    Es gibt gefühlt 80 Weiße. (Je nachdem wie sehr man Hintergrundrollen zählen soll)

    Zwei davon sind nicht widerlich und böse. Herr Schulz und ein für 10 Sekunden zu sehender Staatsdiener, der die per Kopfgeld gesuchten Verbrecher in Leichenform annimmt.

    ca. 7 (ich vergesse vielleicht einen) haben eine Gewisse Coolness und einen gewissen Stil, der daher rührt, da anfangs sie reden, sich kleiden und gefilmt werden wie bekannte, romantisierte Archetypen aus Westernfilmen.

    Alle davon, außer der gute Herr Schulz und der erwähnte Staatsdiener, werden im Verlauf des Films entlarvt, charakterlich entstellt (bzw. ihr entstellter Charakter gezeigt), besiegt, der Lächerlichkeit preisgegeben, und getötet. So ziemlich immer in der Reihenfolge.

    Alle anderen Weißen sind ausnahmslos hässlich, dumm und böse. Diese Redneckhillbillykarikaturen eben.

    Das Schema “Schwarze Menschen = Gut, Weiße = Böse” wird von exakt 3 Charakteren durchbrochen, alle anderen, sei die Rolle auch noch so klein, hauptsache sie laufen einmal durch das Bild, entsprechen dieser Regel.

    Ich finde eine Welt interessant, drücken wir es mal so aus, in der ein solcher Film von manchen bekannten oder einflussreichen Personen als rassistisch im negativen Sinne gegenüber Schwarzen bezeichnet wird. Wenn er rassistisch ist, dann andersherum.

    Und ja, Sexismus ist natürlich auch quatsch, aber dazu wurde im Podcast ja alles bereits ausführlich und korrekt berichtet.

    Nunja, von mir bekommt Django 8/10, aber bitte nicht bei den Oscars etwas gewinnen. Es war ein grundsätzlich sehr guter Film, aber bei mir blieb leider nichts als besser als sehr gut hängen. Ich hatte mir mehr erhofft.

    How I Spend My Summer Vacation (ich persönlich finde den Titel ja super) bekommt 6/10, wobei ich anmerken muss, dass ich mich weitgehend sehr gut unterhalten fühlte, und vor allem am Ende ein paar sehr absurd trashige, aber auch in dem Sinne auch unheimlich coole Stellen vorkamen. Ich denke dabei etwa an einen Regenschirm.

    Antworten
  8. Phuturist

    ….und ich hätte das nochmal auf der Suche nach Satzbaufehlern durchlesen sollen, herrjeh.

    Aber dafür komme ich wenigstens ohne überflüssige Anglizismen aus ;P

    Antworten
  9. BjörnHH

    Hallo!
    Kurz zu Django:
    Hast Du den auf Deutsch gesehen, Robert? Wie hat man das mit den deutschen Dialogen gegen Ende gelöst? Blieb das dann einfach deutsch?
    Ich denke, das Großartige an Samuel Jacksons Schauspieltätigkeit kann man wohl nur im Original wahrnehmen. Da geht er voll ab. Aber nicht als Bösewicht, sondern einfach sehr schräg, und ganz anders, als man ihn sonst kennt.
    Und:
    Die Szene mit Jonah Hill war 100% Monty-Python-Style. Ich habe mich köstlich amüsiert. Habe nur noch gewartet, dass einer die Kapuze abnimmt, und John Cleese oder Michael Palin kommt hervor.

    Antworten
  10. claudia

    Phuturist: Ich möchte die Diskussion nicht künstlich verlängern, da ich den Film JA NACH WIE VOR NICHT GESEHEN HABE UND DAHER KEINE MEINUNG ZU IHM HABE, aber ich wundere mich doch etwas darüber, was für eine Aufregung es gleich gibt, nur weil man eine Frage stellt. Ansonsten: Die Frage, wie positiv oder negativ Figuren bestimmter Hautfarbe dargestellt sind, wäre in jedem Fall nur die Spitze des Eisberges, an dem man die “Gesinnung” eines Filmes erkennen kann (zumal überhaupt nicht gesagt ist, dass die Sympathien des Publikums in jedem Film bei den “positiven” Figuren liegen). Mir ging es darum: Wie wird ein historischer Umstand/ein System dargestellt/reflektiert (nicht nur durch Figuren)? Worauf liegt z.B. der Schwerpunkt des visuellen Flairs? usw. Das hat doch nichts mit der simplistischen Frage zu tun, ist der Weiße gut und der Schwarze böse oder andersrum. Aber das oder Ähnliches habe ich ja anderswo schon breitgetreten und will damit niemanden langweilen.

    Und, übrigens, WÄRE der Film rassistisch gegenüber Weißen, dann wäre meine Frage eindeutig zu beantworten mit: Ja, er ist rassistisch.

    Antworten
  11. Phuturist

    Oh, Claudia, mit “die Vorwürfe sind absurd” meinte ich nicht deine Frage, sondern die Vorwürfe der Leute die es dem Film vorwerfen, von daher…ja klar. Alles was du sagst ist absolut nachvollziehbar. Ich hatte kein Problem mit dem Podcast oder den Kommentaren hier.

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.