#362 – The Judge

Stefan und Claudia sind jetzt schon groß …

362-The Judge

… und haben es (vielleicht) geschafft, ganz alleine, ohne Hilfe vom großen Bob, eine Skypefolge aufzunehmen. Das Ergebnis: eine etwas verspätete Besprechung des Sneakfilms The Judge sowie des Aronofsky-Bibel-Fantasy-Spektakels Noah. Erfreulicherweise haben es auch noch in die Sendung geschafft: ein John-Legend-Konzert, ein Opernbesuch, Stefans Heizung, (noch mal) Tanzshows und Formationstanz sowie zwei Hörerfragen, die uns einiges abverlangen. Oder könnt ihr etwa ohne Probleme erklären, warum es wichtig ist, sich mit Film, Literatur und Kunst zu beschäftigen? Und welche Filmfigur würdet ihr gerne einmal treffen? Wir sind gespannt.

The Judge:

  • dt. Kinostart: 16. Oktober 2014
  • Länge: 141 min
  • Genre: Familien-und-Gerichts-Drama
  • Regie: David Dobkin
  • Drehbuch: Nick Schenk, Bill Dubuque
  • Darsteller: Robert Downey Jr., Robert Duvall, Vera Farmiga
  • Sneak am: 13. Oktober 2014

Punkte:
Claudia: 7/10
Stefan: -/10

In dieser Episode mit:
avatar Stefan Giesbert
avatar Claudia Nördinger
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10 Gedanken zu „#362 – The Judge

  1. dr. claudia

    Passend dazu, dass wir in der aktuellen Folge ihre Hörerfrage besprechen, wünschen wir Jil alles Gute zum Geburtstag!

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    1. Jaljoul

      Vielen lieben Dank!
      Nachdem ich schon befürchtet habe ihr hättet meine Hörerfrage vielleicht vergessen habt, war das eine wunderschöne Geburtstagsüberraschung. Und ihr habt mir einige interessante Ansätze geliefert um für mich noch mehr über diese Frage nachzudenken. Interessanterweise bin ich auch in den letzten Monaten zu dem Ergebnis gekommen, dass ich vielen Leuten nie erkären kann warum ich mich entschieden habe Komparatistik zu studieren (Seit 2 Jahren jetzt übrigens, mir kommt das doch schon wie eine ganz schön lange Zeit vor). Für mich selbst habe ich das Gefühl, dass Kunst und Kreativität zu jeglicher Zeit eine wichtige Form menschlicher Ausdruckweise sind. Gerade Dinge wie kulturelles Selbstverständnis, Wertvorstellungen, Funktionsweisen und Fragestellungen innerhalb von GEsellschaften sehe ich in diesem Gebiet immer wieder behandelt. Damit ist “Kultur im weitesten Sinne” (um Claudia zu zitieren) etwas, das in viele andere Disziplin wie Soziologie, Politik, Geschichte und Philosophie hineinspielt, von diesen aber nicht behandelt wird (mit Ausnahme der Philosophie vielleicht teilweise). Und eine Beschäftigung mit Film/Literatur/Kunst beinhaltet für mich deshalb auch einen Erkenntnisgewinn in anderen Bereichen, sowie die Fähigkeit über den Tellerrand eng gestrickter Disziplin herauszuschauen und sie mit- und untereinender zu verbinden.
      Fuchur würde ich übrigens nicht gerne treffen, weil er mich im Film damals riesig enttäuscht hat nachdem ich einen Drachen und keinen Hund erwartet habe! Wenn aber auch Serienfiguren zählen, dann würde ich unheimlich gern mal einen Filmabend mit Troy und Abed aus Community machen.

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      1. pygmy

        Ich kann nur zustimmen. Man studiert nicht für andere, man studiert für sich. Nur vor einem selbst hat man sich am Ende des Tages zu rechtfertigen. Wenn man das Glück hat, seiner Leidenschaft professionell nachzugehen und sich in seinem Studienalltag damit zu beschäftigen, kann man sich extrem glücklich schätzen. Und es wird immer einen Weg geben, auch davon zu leben!

        Was Kunst und Kreativität betrifft, so habe ich festgestellt, dass man aus dem, was andere in sich aufgenommen und durch künstlerisches Schaffen zum Ausdruck gebracht haben, extrem viel lernen kann. Auch und gerade wenn man nicht mit dem Künstler übereinstimmt. Ausserdem kan Kunst (sei es Musik oder ein Buch, ein Gedicht oder ein Film oder dergleichen) imer auch ein Begleiter sein, in dem man sich wiederfindet. Man ist nicht alleine. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass jeder Mensch soetwas für sich hat. Schon alleine damit sei die Existenz von Kunst gerechtfertigt.

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        1. dr. claudia

          Ja, naja, ein bisschen von dieser Art Idealismus kann man schon verlieren, wenn man eine Zeit lang in der Ausbildung von Geisteswissenschaftlern an der Uni arbeitet. Es stimmt zwar, dass man “für sich” (und nicht für andere) studiert, aber wofür man sich begeistern kann, ist dabei nicht die einzige relevante Frage. Genauso wichtig ist z. B. welche Art von Leben man sich wünscht und wie groß das eigene Bedürfnis nach Stabilität und Sicherheit ist. Ich habe viele Studierende und ehemalige Studierende erlebt, die die unsichere berufliche Situation nach dem geisteswissenschaftlichen Studium extrem belastet hat, und die hat dann auch nicht getröstet, dass sie sich mit was beschäftigen, was quasi auch ihr Hobby ist. Manche hätten im Nachhinein lieber einen Studienabschluss gehabt, der einem eine konkretere Berufsaussicht bietet und einem z. B. nicht abverlangt, sich evtl. noch jahrelang mit unbezahlten Praktika durchzuschlagen (wenn man dann Eltern hat, die einen noch ne Weile finanziell unterstützen, hat man halt Glück gehabt).

          Und es stimmt einfach nicht, dass es “immer einen Weg gibt, davon zu leben”. Da kenne ich zahlreiche Gegenbeispiele (und nur weil das für einen selbst vielleicht mit etwas Glück ganz gut geklappt hat, heißt das noch lange nicht, dass das die Regel ist). Als Frau kommt irgendwann noch der Faktor Zeit hinzu: Ab etwa 30 haben viele Arbeitgeber erst mal keine große Lust mehr, dich einzustellen, weil sie vermuten, dass du als nächstes in Elternzeit gehen willst. Und wenn du dann deine Schäfchen nicht halbwegs ins Trockene gebracht hast, dann kann es sehr frustrierend werden. Insofern halte ich es inzwischen für falsch, dass man Studierenden der Geisteswissenschaften häufig beibringt, es für eine triviale und kleingeistige Frage zu halten, “was man später mal damit macht”. Man kann während des Studiums noch nicht voraussagen, wie locker man 10 Jahre später mit der evtl. schwierigen beruflichen Situation umgeht. Ich sage nicht, dass man sich deshalb gleich gegen das geisteswissenschaftliche Studium entscheiden soll, nur dass etwas Pragmatismus bei aller Liebe fürs Wahre, Schöne und Gute auch sehr zum Lebensglück beitragen kann.

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          1. Norman

            Da muss ich doch gleich an den Verfechter für das Gute, Schöne und Wahre denken. Denis Scheck hat nach dem Studium in diesem Bereich genau seine Lücke gefunden.

  2. Kuh

    Endlich wieder die Claudia! Ist es so lang her, dass ich mich nicht mehr daran erinnere, oder hast du dir ein neues Lachen angeeignet? Klang so anders diesmal… aber nicht schlechter. Eher irgendwie knuffig 😛

    The Judge klingt eher… hmmja, vielleicht später irgendwann mal. Hatte zuvor auch schon reichlich schlechtes darüber gehört. Aber RDJ kann sich ja eh alles leisten. Für sein Auftreten im nächsten Captain America hat er ja wieder ziemlich abgesahnt… wie sehr ich mich darauf freue 🙂

    Bei Noah kann ich nicht viel konstruktives hinzufügen. Er hat einige Macken, die ihn für mich aber nicht weniger sehenswert macht – dafür ist er einfach zu interessant. Allein die Darstellung von der Erschaffung der Welt sollte man mindestens einmal gesehen haben – zur Not auch auf Youtube 😉

    Zu John Legend kann ich nicht viel sagen, aber da ich kann trotzdem ganz unapologetisch (google sagt, dass es das Wort gar nicht gibt, aber was ist denn das Gegenteil von apologetisch?) eine musikalische Empfehlung unterbringen… weil John Legend hat vor ein paar Jahren mal einen ganz netten Song mit MSTRKRFT produziert und eins der Partnerprojekte von MSTRKRFT ist Death from Above 1979. Und von denen gibt es seit kurzer Zeit ein neues Album. Also anhören, sonst… sonst… sonst entgeht euch etwas!

    Mit der ersten Hörerfrage hab ich aber auch leichte Probleme. Ich würd sagen, dass ich einfach sehr neugierig bin und alles verstehen möchte – und Filme oder Kunstwerke allgemein immer einen Teil der Welt reflektieren und man dadurch etwas lernen kann. Selbst billigster Trash oder Torture-Porn sagt allein durch die seine reine Existenz schon etwas über Menschen aus. Und Filme können Gedanken anregen, Ideen und Konzepte erforschen, bilden… und natürlich unterhalten. Aber ich weiß jetzt zum Beispiel nicht, wieviele Fans von Breaking Bad über sich selbst nachdenken, aber für mich lag ein Reiz der Serie darin, wie sie mich herausgefordert hat – bis wann habe ich Walter White gemocht? Wollte ich, dass er bis zum Ende der Erfolg hat, obwohl er solche schrecklichen Sachen getan hat? Man kann das ewig weiterführen… für mich ist das wichtig, weil es mich prägt.

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    1. dr. claudia

      Ein neues Lachen? 😉 Wie verändert man sein Lachen? Kurioser Gedanke … Eine bewusste Veränderung gab es nicht, aber ich werde mir das die Tage selbst mal anhören – vielleicht kann ich dann was dazu sagen. Möglicherweise war das einfach Nervosität ob der neuen Skype-Aufnahme-Situation?

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  3. Eric

    Hi Stefan und Claudia,

    schöner Podcast und diesmal habe ich, vom Hören am Morgen bis jetzt am Abend nicht vergessen, was ich für einen Kommentar schreiben wollte 😉
    Stefan Du hast gesagt, du würdest gern mal Fuchur streicheln. Aber das kannst Du doch! In den Bavaria Filmstudios kannst Du sogar auf ihm reiten und ihn streicheln und du wirst gleichzeitig per Greenscreen in die Szene eingebaut! In meiner Flickr Galerie gibts auch ein Foto von Fuchur: https://www.flickr.com/photos/22996709@N03/sets/72157644829358367/
    Ich würde mal sagen: Nichts wie hin Stefan!

    Achja und um auf eure Frage auch zu antworten: ich würde gern mal in TRON Welt eintauchen.

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  4. dr. claudia

    @Norman: Das stimmt und ist schön für ihn, aber Denis Schecks Job ist damit ja auch schon mal weg (das heißt: besetzt und für andere nicht mehr verfügbar) 😉

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