#477 – Manchester by the Sea

Stille …

… wäre manchmal die bessere Musik. Wie wahr, denkt der Faschings…, Pardon: Karnevalsmuffel. Um karnevalistische Greueltaten geht es später (siehe Tatort-Besprechung). Vorher widmen wir uns dem Film Manchester by the Sea, der Claudia zwischen Begeisterung und Entsetzen schwanken lässt. Dass Casey Affleck in diesem (wie in jedem zukünftigen) Jahr bessere Chancen auf den Oscar hat als Dwayne Johnson, nehmen wir mal als gegeben hin, aber über Snitch haben wir schon ewig nicht mehr gesprochen. Wird also Zeit, ebenso wie für eine Neusichtung der Peter-Weir-Schnulze Green Card. Und da es heute nicht (so richtig) um Trainspotting, Was Frauen wollen und Hacksaw Ridge gehen kann, klären wir im Detail, inwiefern Ina Müller nicht übel, aber eben nicht Christine Westermann ist und wie sich Stefan auf seine Sentinel-2B-Mission vorbereitet.

Manchester by the Sea

  • dt. Kinostart: 19. Januar 2017
  • Länge: 137 min
  • Genre: Drama
  • Regie: Kenneth Lonergan
  • Drehbuch: Kenneth Lonergan
  • Darsteller: Casey Affleck, Lucas Hedges, Kyle Chandler, C. J. Wilson, Michelle Williams
  • Sneak am: —

Punkte:
Stefan: -/10
Bob: -/10
Claudia: 8/10

In dieser Episode mit:
avatar Robert Krüger
OCHO
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avatar Stefan Giesbert
Weizen - Alkoholfrei
avatar Claudia Nördinger
Diese Musik!
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12 Gedanken zu „#477 – Manchester by the Sea

  1. Eric

    Ich fand MANCHESTER BY THE SEA einfach nur großartig. Die Musik hat mich überhaupt nicht gestört, was vielleicht daran lag, dass ich nicht bestimmte Stücke erkannt habe, die ich schon mit irgendwas verbunden habe.

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  2. Matt

    Ganz ehrlich, das Einzige, was ich mir nach nunmehr 15 Jahren Sneak Preview echt gar nicht mehr ansehen mag ist der tausendste völlig generische 08/15 Jump-Scare Horrorfilm. Und auch wirklich nur die, gegen cleveren, oder ungewöhnlichen Horror hab ich überhaupt nichts – “A Cure for Wellness” sieht z.B. sehr interessant aus. Ansonsten kann ich normalerweise selbst der tausendsten völlig generischen 08/15 Romantic Comedy noch IRGEND etwas abgewinnen.

    Hacksaw Ridge ist tatsächlich ein sehr guter Film, vor allem sehr gut gemacht und inszeniert. Der Film ist so grob dreigeteilt in “Protagonist wächst auf und lernt seine Frau kennen und lieben”, “Protagonist hat so seine Probleme mit Ausbildern und Kameraden im Bootcamp” und “HOLY-SHIT-was-für-ein-Gemetzel an der Front”…

    Man kann von Mel Gibson halten was man will, aber er ist nach wie vor ein richtig begabter Regisseur. Mit Pathos geizt der Film nicht, allerdings geht es weniger um den “perfekten Amerikaner” oder den “perfekten Soldaten”, sondern Gibson-typisch um den “perfekten Christen”. Das ist durchaus ab und zu dick aufgetragen, aber ich konnte in Anbetracht der Qualität des restlichen Films meistens drüberweg sehen.

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    1. kuh

      Auf A Cure for Wellness hab ich wegen Verbinski und DeHaan sehr viel Lust, weil sein The Ring einfach nur toll ist… leider sind die Kritiken bisher doch sehr durchwachsen. Aber gesehen wird er natürlich trotzdem.

      Musstest du bei Hacksaw Ridge auch mal lachen? Das Gemetzel war stellenweise so derb… als dieser völlig zerfetzte Torso als Schutzschild getragen wird – ich dachte nur: WTF? Der Pathos gegen Ende hat mich aber schon gestört.

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      1. Matt

        Ja, das Gemetzel “borderlinete” schon immer mal zwischen schockierend und over-the-top. Schon die Eröffnung wo der eine Soldat praktisch durch MG-Feuer “geschält” wird… ich musste schon das ein oder andere mal an Starship Troopers denken.

        Richtig, am Ende wurde der Pathos etwas viel. Am meisten überrascht hat mich eigentlich wie gut der Bootcamp-Kram (und besonders Vince Vaughn) war.

        “A Cure for Wellness” scheint ja ein Film zu sein der starke Reaktionen hervorruft, also entweder man hasst ihn, oder findet ihn super… das klingt direkt vielversprechend. Verbinski mag ich sowieso sehr, schade dass aus seinem Bioshock-Film nie was geworden ist, ich entdecke im Trailer durchaus das ein oder andere Bild, das auch da gut reingepasst hätte.

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  3. kuh

    Die Musik bei Manchester by the Sea hatte ich total verdrängt 😀

    Dem kann ich aber nur zustimmen. Das war teilweise so übertrieben und hat sich so in den Vordergrund geschoben… ne, das war nicht ok 🙁

    Ich versteh aber nicht, wie man sich nicht an Trainspotting erinnern kann. Das vollgeschissene Bettlaken und die vollgeschissene Toilette haben sich so in mein Gedächtnis gebrannt. Das werd ich nie wieder los 😀 Bin sehr gespannt auf Teil 2.

    Gründe, warum ich bestimmte Filme meide, gibt es eigentlich nur sehr wenige. Wie Matt schon geschrieben hat, sind billige Jumpscare-Horrorfilme einfach nur langweilig. Found Footage Filme sind auch so eine Sache, weil sie nur sehr selten funktionieren und ihr eigenes Gimmick nicht verstehen.

    Vorhersehbare Romcoms müssen auch schon irgendwie mit einer Besonderheit und/oder guten Kritiken auf sich aufmerksam machen. Und natürlich Musicals/Bollywood 😉

    Ansonsten gibts kein Genre, das ich kategorisch ausschließe. Bei Schauspielern gibts auch nur wenige Kandidaten, die mein Interesse schmälern. Steven Seagal ist so ein No-Go…

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  4. bullion

    Wieder einmal eine sehr schöne Folge, ihr drei! 🙂

    @Claudia: Du hattest das Thema nur angeschnitten, doch ab wann sollte man jetzt mit den Kindern ins Kino gehen? Ich habe ja tatsächlich gewartet bis das Zappelinchen sechs Jahre alt war. Und sie hat es sehr geliebt (bisher gesehen “The BFG” und “Vaiana”). Ich übrigens auch. Freue mich jetzt schon darauf, wenn ich mal die ganzen Klassiker mit den Kids nachholen kann…

    Zur Frage, welche Art von Film ich mir überhaupt nicht anschauen mag: Sterbe- und Krankheitsdramen bzw. -dramödien. Das muss ich echt nicht sehen. Ich musste mich privat schon in der engsten Familie damit auseinandersetzen und da brauche ich das nicht in Unterhaltungsform verpackt. Speziell Filme, die das so plakativ in den Vordergrund stellen. Ansonsten schaue ich tatsächlich alles vom schweren Drama, über RomComs bis hin zu Horror. Mich muss die individuelle Qualität des Films überzeugen, dann bin ich bei den groben Kategorien nicht sonderlich wählerisch, wobei ich natürlich auch Präferenzen habe.

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    1. claudia

      Vielen Dank für Dein Input zum Thema Kinobesuch mit Kind. Meine Tochter ist noch viel zu jung, als dass ich da selbst irgendwelche Weisheiten zu verkünden hätte. Ich bin seit etwas über einer Woche auf Facebook Mitglied einer Gruppe von Kermode-und-Mayo-Show-Hörern, und da ich aus Hörer-E-Mails, die in der Show vorgelesen wurden, den Eindruck gewonnen hatte, dass in GB viele Eltern ihre Kinder sehr früh ganze Filme anschauen lassen, und mich interessiert hat, welche Erfahrungen andere Hörer da gemacht haben, habe ich die Frage an die Gruppe gestellt. Eigentlich ging es mir erst mal eher darum zu erfahren, wann andere Eltern bei ihren Kindern mit Filmen angefangen haben (im Gegensatz zu kurzen Videos), und nicht so sehr, wann der erste Kinobesuch stattfand, aber zu beiden Themen kamen dann am Ende sehr interessante Erfahrungsberichte. Das “Einstiegsalter” war sehr unterschiedlich, aber es haben auch viele Eltern betont, dass das sehr auf das einzelne Kind ankommt und man da eigentlich keine Pauschalaussagen treffen kann. Da ich mich sehr darauf freue, mit meinem Kind ins Kino zu gehen, möchte ich nicht gerne bis zum 6. Geburtstag warten, aber ich denke, dass die Wahrscheinlichkeit, dass der erste Besuch im Kino ein Erfolg wird, größer ist, wenn man sich (und dem Kind) genug Zeit lässt (wie Dein Beispiel bestätigt). Das Kind sollte auf jeden Fall vorher zu Hause schon öfter “ohne Probleme” (das heißt: mit Genuss) ganze Filme überstanden haben – was (so einige Eltern in der Gruppe) bei manchen Kindern selbst im Alter von 8 Jahren nicht der Fall ist. Insofern ist das Wesentliche (wie so oft), sich dem Entwicklungsstand des Kindes entsprechend zu verhalten. Ich habe allerdings mal gelesen, dass es vor einem Alter von 3 Jahren allgemein keinen Sinn ergibt, Kinder ganze Filme zu zeigen, weil sie vorher noch nicht in der Lage sind, narrative Zusammenhänge in dem Umfang zu verstehen. Wie siehst Du das?

      Wir haben Lydia die ersten zwei Jahre komplett von TV usw. ferngehalten (was bei einem zweiten Kind aber schon schwieriger sein dürfte), jetzt darf sie immer mal eine Folge Shaun das Schaf oder Biene Maja anschauen oder Marc schaut mit ihr Muppet Show – wobei ich denke, dass das den Papa mehr begeistert als sie. Allerdings hat Lydia vor ein paar Tagen im Garten Werkzeuge hinter sich geworfen und “Smörrebröd, smörrebröd, röm pöm pöm pöm” gerufen. Da war der Papa sehr stolz 😉

      Was die Sache mit den Ausschlusskriterien für Filme angeht: Neben (wie gesagt) Kriegsfilmen bin ich bekanntermaßen kein großer Fan von Horrorfilmen. Was ich mir aber wirklich nur noch ganz schwer anschauen kann, seitdem ich Mutter bin, sind Filme, in denen Kindern Schlimmes zustößt. Wenn ich das vorher weiß, dann muss es schon sehr starke Argumente für den Film geben, damit ich ihn trotzdem anschaue.

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      1. bullion

        Bei uns hat es tatsächlich sehr lange bis zum ersten Film gedauert. Unsere Große war da bestimmt schon fünf. Unser Kleiner (jetzt vier) hat immer noch keinen kompletten Film geschaut, da er immer (selbst bei den harmlosesten Filmen) irgendwann Angst bekommt und lieber geht. Interesse ist aber auf jeden Fall da, doch soll er sich die Zeit nehmen, die er braucht. Kürzere Serien (oder “Die Sendung mit der Maus”) schaut er allerdings auch sehr gerne. Wann wir damit angefangen haben, könnte ich jetzt gar nicht sagen. Ich vermute mal, dass beide bestimmt zwei waren. Davor hat es nicht viel Sinn gemacht…

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