#325 – American Hustle

Dass wir bei der Aufnahme Lockenwickler tragen …

American Hustle

… bleibt ein Geheimnis. Was zählt, ist das Ergebnis – und das spricht ja wohl für sich! Das gilt auch für David O. Russells neuen Film American Hustle. Weiterhin besprochen werden im Podcast Unknown Identity, Death of a Superhero (deutsch Am Ende eines viel zu kurzen Tages) und Across the Universe (ein Geschenk von Hörer Sebastian, das Claudia erst jetzt würdigen kann, da ihr Haushalt zur Playstation upgegradet wurde). Besondere Erwähnung gilt Hörer Silvios Kochbuch Sweet like a lemon und dem Kuhschen Geburtstagspäckchen. Abschließend werden noch Hörerfragen beantwortet und zwar: Wie sehr hat sich eure Einschätzung eines Films schon mal geändert? Welcher Film hat euch gleich beim ersten Ansehen geflasht, welchen wusstet ihr erst später zu schätzen? Und schließlich – die ultimative Charakterfrage: Seid ihr ein Hunde- oder Katzenmensch?

American Hustle:

  • dt. Kinostart: 13. Februar 2014
  • Länge: 138 min
  • Genre: “Der große Coup” im 70er-Jahre-Setting
  • Regie: David O. Russell
  • Darsteller: Christian Bale, Amy Adams, Bradley Cooper, Jennifer Lawrence, Jeremy Renner
  • OV-Sneak am: 10. Februar 2014

Punkte:
Claudia: 8,5/10
Robert: -/10
Stefan: -/10

In dieser Episode mit:
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avatar Stefan Giesbert
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29 Gedanken zu „#325 – American Hustle

  1. Birgit-Chantalle Meier-Hirsekorn aus Großgestewitz

    Hui, eine ziemlich kunterbunte und wieder sehr kurzweilige Ausgabe 🙂

    Von American Hustle war ich ein wenig enttäuscht. Ich hab mich zwar drauf gefreut, aber ein Meisterwerk hab ich auch nicht erwartet und finde den derzeitigen Buzz etwas viel. Handwerklich lässt sich eigentlich wirklich nichts bemängeln… toll ausgestattet, stimmungsvoller Flair, fetzig gespielt und durchweg unterhaltsam. Aber irgendwie hats mir dann doch an Substanz gefehlt, weil bei mir nichts wirklichen hängen blieb, wenn ich mal die Bale-Toupet-Szene (genial!) und die Lawrence-Küchen-Gesangseinlage aussen vor lasse. Gutes Kino, aber leider auch nicht mehr. Ich geb mal 7/10. Bei The Fighter gings mir eigentlich genauso – Bale war als kaputter Junkie sehr sehenswert, aber ich habe keine Lust, den nochmal zu sehen. Silver Linings Playbook hat mir da besser gefallen.

    Rubber fetzt und der Bildungsansatz war natürlich vollkommen korrekt 😀
    Der ist übrigens von Quentin Dupieux, der vor vielen Jahren Flat Eric auf die Welt losgelassen hat… falls den noch jemand kennen sollte 😛

    Synecdoche New York will ich auch unbedingt noch sehen. David Chang von /Film hat dazu vor ein paar Tagen noch ein Interpretationsvideo gedreht… bin da doch sehr neugierig.

    Was Source Code angeht lass ich mich auch sehr gerne eines besseren belehren. Vielleicht seh ich das Ende ja auch vollkommen falsch und mag ihn deswegen nicht?! Kommt ja auch mal vor, dass man da aus verschiedenen Gründen total aneinander vorbeiredet :>

    Filme, bei denen sich die Ansicht geändert hat, sind bei mir auch nach längerem Überlegen sehr rar. Eigentlich fallen mir nur Beispiele ein, bei denen ich heute nicht mehr verstehe, wie ich sie als Kind gut finden konnte. Independence Day kam mir als erstes in den Sinn. Früher cool, heute unerträglicher Schund.

    Filme von denen ich richtig geflasht war, sind auch so eine Sache. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es da eine ganze Menge gab, aber irgendwie kommts mir wenig vor. Fight Club, Perfect Sense, Tyrannosaur, Hard Candy, Super und Magnolia waren umwerfend und haben für mich auch mit der Zeit absolut nichts verloren. Eigentlich sind die in meiner Gunst nur noch stärker gestiegen.

    Insgesamt hab ich aber den Eindruck, dass es im TV mittlerweile mehr Freiheiten gibt, wodurch die kreativen Köpfe natürlich immer mutiger werden können. Bei Person of Interest, Shameless US, Breaking Bad oder zuletzt auch bei True Detective (irre gut!) passieren mitunter so krasse und/oder unerwartete Sachen, die auf mich kein bisschen selbstzweckhaft wirken und dadurch noch viel stärker flashen. Nicht nur inhaltlich, sondern auch von der Inszenierung her. Bei Breaking Bad war der Trainheist so verdammt spannend… oder bei True Detective gab es vor kurzem einen 7-minütigen One-Shot, der einfach phänomenal war. Und diese Szene fand sogar besser als die Auftaktsequenz von Gravity.

    Und Katzen! Hunde sind mir auf Dauer zu menschlich 🙁

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    1. Norman

      Bei Serien erwischt es mich Jahr für Jahr wieder bei game of thrones. Tolle Handlungsbögen, grossartige Sätze die den Figuren in den Mund gelegt werden dazu fesselnde Charaktere und optisch gutes Handwerk. Die Serie lässt mich jedes Jahr hungrig zurück und bringt mich dazu vor jeder neuen Staffel die alten noch einmal zu sehen.

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    2. Norman

      Himmel, 15 Minuten True Detective und ich habe Lust 1. eine rauchen 2. Whisky 3. Raymond Chandler und 4. die restlichen Folgen sehen.

      Danke für den grossartigen Tipp. Es ist halt HBO und nicht fernsehen.

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      1. Kuh

        Freut mich, wenns gefällt. Besonders McConaughey rockt derzeit schon ziemlich. Werden aber “nur” 8 Folgen für eine abgeschlossene Story. Staffel 2 hat dann einen neuen Fall mit neuer Besetzung etc. – freut mich einerseits, wenn Geschichten nicht ewig in die Länge gezogen werden, aber die beiden sind so faszinierend, dass ich einfach gerne mehr sehen würde. Jetzt sind es schon nur noch 3 Episoden 🙁

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        1. Norman

          Nachdem ich mir jetzt die ersten 5 Episoden angesehen habe bin ich völlig baff. 8 Folgen scheint mir aber eine guter Dauer zu sein. Die Figuren und die Optik sind einfach der Wahnsinn. Eine zweite Staffel ist noch nicht bestättigt soweit ich es herausgefunden habe.

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          1. Kuh

            Ja, den Look liebe ich auch. Habe aber auch irgendwie eine Schwäche für dieses Südstaatensetting… Jeff Nichols’ Filme spielen bisher ja auch immer da.

            Und was Staffel 2 angeht: McConaughey war letzte Woche bei Jimmy Kimmel zu Gast und er hat da auch gesagt, dass es eine zweite Staffel geben wird. Nur wird dann eine andere Geschichte mit anderen Charakteren erzählt. Wie es hinter der Kamera mit Regie und Skript aussieht, weiss ich aber auch nicht. Ich denke mal, dass dort ein anderes Team eine Chance bekommen wird.

          2. Kuh

            Und schon gibts Neuigkeiten. Cary Joji Fukunaga, der ja bei allen 8 Episoden Regie geführt hat, wird bei Staffel 2 nicht an Bord sein.

            Und jetzt sinds nur noch 2 Folgen – die Spannung steigt!

        2. Norman

          Die Serie hat ein grossartiges Ende gefunden. Anders als von mir erwartet und vielleicht auch erhofft aber grossartig.

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  2. Norman

    Zu American Hustle, er hat mir gerade deswegen gefallen weil er unter den Oscarfilmen auf diese Schwere verzichtet. Unterhaltung auf einem ausgesprochen guten Niveau.
    Es gibt einige Filme die mich sofort geflasht haben. Der letzte war Melancholia. Wenn rings um einen herum das Kino gähnt und sich das Gefühl entfaltet einen der Filme des Jahrzehnts gesehen hat. So etwas bleibt hängen.
    Im Gegensatz zu Filmen kommt es bei Büchern öfters vor, dass ich sie erst beim zweiten oder dritten mal richtig greifen kann. Für einige grosse Werke musste ich halt erst die Reife gewinnen. Immer mal wieder lege ich sie auch kurz zur Seite wenn ich den Blick fürs Buch verliere und dann ein zwei Monate später wieder Anlauf nehme. Das passiert natürlich nicht bei Büchern die mich nur unterhalten sollen.

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    1. dr. claudia

      Dass American Hustle bewusst (und zu seinem Nutzen) “auf die Schwere verzichtet” – ja, das ist eine sehr gute Formulierung, die ich so unterschreiben würde.
      Melancholia – wie konnte ich den vergessen! Gehört bei mir auf jeden Fall auch in die Kategorie “sofort geflasht”, wobei ich damals mit zwei Leuten im Kino war, die genauso begeistert waren wie ich.
      Bei Büchern habe ich mehr Geduld damit, etwas noch mal zu lesen, was mich beim ersten Mal nicht so überzeugt hat (aus unterschiedlichen Gründen – an der Uni lag das natürlich z. T. auch daran, dass man bestimmte Bücher “gelesen haben muss”, wenn man Dozent ist, auch wenn man früher schon mal an ihnen gescheitert ist usw.), und demzufolge gibt es da bei mir auch häufiger Zweiturteile, die vom ursprünglich gefällten abweichen.

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      1. Norman

        Gerade die grossen Werke lege ich zur Seite, wenn ich merke, dass ich nur noch fertig werden will und mir die Schönheit und Anmut nicht mehr bewusst wird. Dieses Verhalten fürte unter anderen dazu, dass ich für “madame bovary” ein gutes Jahr gebraucht habe. Sätze wie “Zum Schluss bat sie ihn jedesmal um einen Löffel Sirup und ein bisschen mehr Liebe.” darf man aber auch einfach nicht übergehen.
        Während des erwähnten Zustands kurz nach oder während der Betrachtung eines sogearteten Filmerlebnises würde ich mich als cineastisch benebelt bezeichnen.

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        1. dr. claudia

          Da ich Madame Bovary mit 16 gelesen habe und danach nie wieder, kann ich mich an diesen Satz natürlich nicht erinnern 😉

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  3. Kuh

    Guardians of the Galaxy Trailer!
    http://www.youtube.com/watch?v=pTZ2Tp9yXyM

    Scheiss auf die Avengers – Rocket kommt! 😀

    Find ich toll und mutig von Marvel, was sie da aus dem Cinematic Universe machen. James Gunn mit dickem Budget einen Sommerblockbuster mit einem sprechenden Baum und einem Waschbären zusammenwürfeln zu lassen, traut sich nicht jeder. Sieht nach jeder Menge Spass aus 🙂

    Oder wie sehr ihr das? :>

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  4. dr. claudia

    Passend zur Diskussion um Hildruns Frage habe ich heute Abend “Prometheus” eine zweite Chance gegeben. Ergebnis ist, dass ich ihn genauso wirr und im Großen und Ganzen unspannend fand wie beim ersten Mal, vielleicht sogar noch etwas belangloser. Und David hat mich beim zweiten Mal auch nicht mehr so geflasht wie beim ersten Mal. Fassbender ist halt in jedem Film gut, also (natürlich) auch hier. Die große 180°-Wende in meiner Wertung gabs jedenfalls nicht …

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    1. Kuh

      Bei Prometheus hat sich mein Eindruck beim wiederholten Ansehen immerhin so geändert, dass ich ihn gar nicht mehr soooo schlecht finde. Hübsch ist er ja. Und kurzweilig. Über das miese Skript täuscht das zwar immer noch nicht hinweg, aber ich hab so langsam meinen Frieden damit gefunden 😛

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  5. sulf

    Zu Hildruns Diskussion: Ich habe gestern nach etwa 15 Jahren nochmals «2001 A Space Odyssey» angeshen. Ich fand den Film mit 18 unglaublich langweilig und hab überhaupt nicht mitgekriegt, wie undglaublich gut der Film technisch gemacht ist.
    Gestern Abend hat mich der Film aber so unglaublich geflasht, auch wenn er so unglaublich weit weg von der Machart für die heutigen Seegewohnheiten ist. Unglaublich gut gemacht, sehr hypnotisch, eine unglaubliche Erfahrung – vielleicht lags auch am Rotwein. Auf jeden Fall eine 180°-Wende, hat aber bestimmt auch mit der Lebensphase beim schauen zu tun.

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  6. Dirk

    Ich muss Euch danken! Denn ohne Eure Besprechung von “American Hustle” hätte ich mir den Film nicht angesehen. ich hatte den Eindruck, dass die anderen Kritiken eher zurückhaltend waren und der Trailer hat mir überhaupt nicht zugesagt. Doch nachdem ich euren Beitrag gehört habe, dachte ich mir, ich gebe dem Film mal eine Chance und ich tat gut daran!

    Mit der ersten Szene hatte mich der Film! ich weiß nicht, ob die Figur von Bale wirklich so lustig ist/gedacht war, aber ich habe mich den ganzen Film über, über ihn amüsiert. Wie er immer mit seiner Brille “gespielt” hat …! Sicher, es ist leichte Unterhaltung und so richtig viel von der Story ist mir nicht im Gedächtnis geblieben, aber ich war sehr gut unterhalten und ich habe mich nicht gelangweilt und das bei über 2h Länge! Damit hat der Filme schon eine Menge geleistet!

    Bemerkenswert ist für mich noch die Musik. Die Auswahl der Lieder war einfach toll. Hat gut ins Setting und die Situation gepasst.

    Was mir nicht gefallen hat, war der Nachklapp am Ende, also dann wenn erzält wird, was aus all den Beteiligten geworden ist. Das passte für mich weder zur Stimmung noch zum Rhythmus des restlichen Films.

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    1. dr. claudia

      Schön, dass er dir gefallen hat! Ja, der Nachklapp war nicht so gelungen wie der Rest und eigentlich überflüssig, aber ich war so positiv gestimmt, dass es ich es dem Film den kleinen Missklang zum Schluss verziehen habe …

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  7. templeton peck

    man man ich bin was Guardians of the Galaxy angeht sowas von hin und her gerissen.
    einerseits find ich es auch mutig mal einen “anderen” film geboten zu bekommen andererseits macht der Trailer den eindruck von riesem Klamauk. sicherlich können sich die macher ne flopp leisten aber die zeit und das Geld hätten sie dann besser in andere Projekte stecken können. mich schreckte der Trailer eher ab.

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